Homburg

Der Homburg Hut – und einmal mehr ist der Adel zum Trendsetter geworden

 

 

Der Homburg

 

Der aus Filzhaar gefertigte Herrenhut wurde ursprünglich im Hochtaunuskreis in der Hutfabrik Möckel hergestellt. In zweiter Generation geführt gab der Hut dem Betrieb den lang ersehnten Aufschwung.

Hierzu kam es, da Eduard VII., zu dieser Zeit noch Prince of Wales, gegen Ende des 19. Jahrhunderts zur Erholung seine Verwandten in Deutschland besuchte. Wie damals üblich, ging man zur Jagd. Dort bewunderte er den Hut seines Neffen, (den späteren) Wilhelm II., weil dieser mal nicht so unhandlich und unbequem war. Da der englische Thronfolger immer schon ein Trendsetter und „Modenarr“ war, führte ihn sein nächster Weg in die Hallen der hessischen Hutfabrik. Dies geschah 1882. Dort gab er einen Hut in Auftrag welcher weich gearbeitet aus grauem Filz und nicht so hoch sein sollte. Der Homburg!

Durch seinen ungezwungenen Umgang mit den „einfachen“ Leuten war der Kronprinz beim Volk sehr angesehen. So wurde ihm vieles nachgeeifert. Der, nach seiner Fertigungsstätte, benannte Hut wurde immer beliebter und begann seinen Siegeszug um die Welt.

Bis in das mittlere 20. Jahrhundert, genoss der Homburg ein großes Ansehen. Bekannte Hutträger waren unter anderem Nikita Chruschtschow, Winston Churchill und Dwight D. Eisenhower, der zu seinem Amtseintritt einen Homburg und nicht wie damals üblich einen Zylinder trug. Der wohl berühmteste Träger ist allerdings Konrad Adenauer, weshalb man den ihn auch Adenauer Hut nennt.

 

 

Aussehen

 

Homburg - Winston Churchill

Winston Churchill mit einem Homburg

 

Der typische Homburg hat eine Center-Dent Krone und einen ca 10 – 13 cm hohen Kopf, der mit einem Hutband aus Rips dekoriert wird. Der Krempenrand ist nach innen rolliert und steif. In manchen Ausführungen findet man eine schmückende Feder.

Die klassischen Farben sind schwarz oder grau. Der Filzhut wird aber auch in blau oder braun hergestellt. Für Jägersleut‘ gibt es ihn auch in grün, sowie eine Damenversion in weiß.

Klassisch wird er aus Haar- oder Wollfilz hergestellt. Selten findet man ihn auch aus Stroh oder Wolle.

 

 

Verwendung

 

Zur Zeit erlebt die “ Hutwelt“ einen Aufschwung. So kann es nicht falsch sein, bei gegebenem Anlass auch mal wieder einen Homburg zu tragen. Sei es bei Hochzeiten oder anderen Feierlichkeiten.

 

 

 

 

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