Beanie

Wenn es eine Top-Ten Liste der beliebtesten Mützen geben würde, wäre der Beanie wohl unter den ersten drei anzusiedeln.

 

 

Beanie – oder auch Schlumpfenmütze

 

Die erste Erwähnung findet diese Mütze Anfang des 20. Jahrhunderts in Amerika. Hauptsächlich von amerikanischen Mechanikern, Schweißern und anderen Handwerkern getragen, sollte sie vor allem die Haare bändigen. Sie wurde als „Beanie Cap“ bekannt da sie mit einem Schirm versehen war, der den Arbeitern als Sonnenschutz diente.

In etwa Mitte der 1940er Jahre entdeckten amerikanische College Debütanten den Beanie für sich. Von da an ging es bergauf für das neue, liebgewonnene Kleidungsstück. Unter anderem in Deutschland angekommen war sie vorerst den Sportlern (Skifahrern; Snowboardern) vorbehalten. Von hier ging es weiter über die Techno-Szene bis zum heutigen Unisex-Accessoire.

 

 

Was bedeutet Beanie?

 

Der Begriff Beanie stammt aus dem englischsprachigen Raum. Es gibt verschiedene Theorien wie der Name entstanden ist:

 

1. Theorie

Wörtlich übersetzt heißt es „Bohne“. Allerdings ist hier eher der Begriff für umgangssprachlich „Kopf“ gemeint. Im amerikanischen Slang bedeutet es Kopf-Bohne. So wie man im deutschen für Kopf auch Rübe sagt, findet man in der Übersetzung z. B. :

To bean so – jemanden etwas über die Rübe (Kopf) geben

oder aber:

Beanie Propeller-Hut

Propeller-Hut

2. Theorie

Ein Cartoon der 1950 entstanden ist, hieß „Beanie und Cecil“. In dieser Sendung trug der Junge eine Mütze mit Propeller, woraus ein Hype bei den Kids entstanden ist und alle nur noch diesen Hut tragen wollten.

oder auch eine Möglichkeit:

3. Theorie

Da sich aus dem ursprünglichen Beanie Cap wahrscheinlich die Baseball Cap entwickelt hat, ist diese Variante auch schlüssig:

Im Baseball-Slang bedeutet Beanie „Bohnenkugel“, dies ist ein Schlag beim Baseball der darauf aus ist, den Schlagmann direkt am Kopf zu treffen.

oder die letzte Version:

Beanie

Theorie Nr. 4

Die offensichtlichste Erklärung ist wohl, dass das Aussehen durch das abgeknickte Hinterteil, einer Bohne (engl. Beanie) sehr ähnelt.

Die wirkliche Herkunft des Namens kennt wohl niemand so ganz genau.

Hierzulande hört man häufiger auch den Begriff Schlumpfenmütze, was wohl Ihrer eindeutigen Ähnlichkeit zu den beliebten Zipfelmützen der Schlümpfen zugeschrieben werden kann.

 

Aussehen

 

Der heutige Beanie ist eigentlich eine zu große Zipfelmütze ohne Puschel (Bommel) die zum Ende hin sackförmig zuläuft. Sie verleiht ihrem Träger ein lässiges Outfit, da der Kopf die Mütze nicht ganz ausfüllt und der überlappende Teil am Hinterkopf abknickt. Sie sollte über die Ohren reichen, damit diese im Winter auch schön warm bleiben. Meist wird der untere Rand ca 5-10 cm umgeschlagen. Es gibt den Beanie auch als eng anliegende Mütze, welche den Kopf komplett umschließt.

Die Materialien sind so vielfältig wie die Farben in denen es die Mütze mittlerweile gibt. Sie werden u. a. aus Wolle, Filz, Jersey oder Baumwolle produziert.

Durch Ihre relativ einfache Form fühlen sich viele Menschen dazu berufen diese trendige Mütze selbst herzustellen. Hierzu findet man im Internet vielfältige Strick- und Häkel-Anleitungen sowie Schnittmuster.

Beanies nehmen wenig Platz ein, sind angenehm zu tragen und sehr funktionell.

 

 

 

 

 

 

 

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