Schiebermütze

Die Schiebermütze auch Flat Cap, Casquette, Duck Cap oder Schlägermütze genannt. Inzwischen wieder ein beliebtes Bekleidungsaccessoire nicht nur bei den Männern.

 

Die Schiebermütze

 

Spätestens seit dem 16. Jahrhundert ist diese Form der Mütze bereits bekannt.  Aufzeichnungen sprechen von einer weichen Mütze aus Strick oder Tweed mit Schirm, welche zur Jagd getragen wurde. Einige wenige Texte erwähnen eine flache Mütze bereits im Mittelalter, leider ohne genaue Beschreibung, sodass wir hier nicht ganz sicher feststellen können wann die Schiebermütze Ihren Ursprung hat.

Durch die Erfindung des Autos veränderte sich auch die Mode. Hohe Hüte wurden unpraktisch, folglich waren flache Mützen und Hüte auf dem Vormarsch. Größtenteils waren es die „einfachen“ Leute welche die Schiebermütze, auch Drivers oder Taxi Cap, bevorzugten.

Am 01.Mai 1889 (die Geburt des Tags der Arbeit) wurde sie endgültig zum Symbol der Arbeiter.

Zur Entstehung des Namens gibt es die Theorie es käme vom Alt-Berlinerischen Wort für Vorarbeiter „Schieber“.

Es gab eine Zeit in der die Flat Cap als Erkennungszeichen des einschlägigen Milieus benutzt wurde. Evtl. war es der Kleinkriminelle der dieser Kopfbedeckung den Namen gab, indem er Sachen „verschob“. Auch der Zweitname – Schlägermütze ist diesem Gesellschaftskreis zuzuordnen.

 

Aussehen

 

Schiebermütze

 

Im Gegensatz zur Ballonmütze, ist die Schiebermütze flach, sie umfasst den Kopf in aller Regel über den Ohren, und fällt, ab der Kopfmitte, nach vorn etwas ab. Seitlich betrachtet ist sie keilförmig. Klassischerweise trägt man sie etwas in die Stirn gezogen. Vorne sitzt ein kleiner Schirm der vor Regen oder Sonne schützen soll. Heute auch aus Leder, Cord oder Strick hergestellt, ist aber die Woll-Tweed Variante doch noch am meisten verbreitet. Die Farbpalette der angebotenen Mützen reicht vom traditionellen schwarz bis zum sonnengelb.

Für die Wintermonate gibt es die Schlägermütze auch mit Ohren- und Nackenschutz.

 

Verwendung

 

Einige Jahrzehnte war sie kaum noch auf den Köpfen zu sehen. Umso erfreulicher ist es, dass die Schiebermütze mittlerweile wieder „voll im Trend“ ist. Mittlerweile nicht mehr nur als Berufs- oder Sportbekleidung bei Kapitänen und Golfern zu sehen, hat auch die Frauenwelt diese Kopfbedeckung für sich entdeckt. Als Damenmodell ist sie, kombiniert mit einem weiten Jeanshemd oder einer Bluse, ein „frecher“ Hingucker. Berühmtheiten die schon mit der Schiebermütze gesichtet wurden sind z. B. Georg Clooney, Brad Pitt und Emma Watson.

 

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