Hut-Anatomie / Krone

Center-Dent oder doch lieber eine Ententeich Hutform? Die Welt der Hüte ist so vielfältig, ebenso wie die Gestaltungsmerkmale oder Bezeichnungen für die Spitze, den Deckel oder einfach nur die Krone.

 

 

Hut-Anatomie

 

Hut-Anatomie

  1. Der Hutrand bezeichnet den äußeren Rand der Hutkrempe
  2. Die Hutkrempe ist auf diesem Foto eher schmal, es gibt mittlere, breite und sehr breite Krempen. Der Florentiner-Damenhut z. B. hat eine sehr breite Krempe. Sie können steif, weich, flach, gebogen oder biegsam sein
  3. Das Hutband dient dazu dass der Hut seine Form behält. Eine andere Variante ist die Hutschnur die weitaus schmaler ist
  4. Am Hutkopf sind oft Kniffe zum Ab- bzw. Aufsetzen des Hutes, entweder sind sie vorgeformt oder entstehen durch den Träger.
  5. Die Kniffe oder Augen manchmal auch Einbuchtungen genannt. Sie können vorne wie z. B. beim Fedora oder seitlich wie bei dem Cattleman angebracht sein, andere wiederum sitzen direkt auf der Spitze wie beim Montana-Peak
  6. Die Krone, ist der obere Teil des Hutes. Den äußeren Rand bezeichnet man als Kronenrand.

 

 

Die Krone und ihre verschiedenen Bezeichnungen:

 

 

Aussehen

 

 

C-Krone

Sie entsteht in Verbindung mit der sogenannten Tropfen-Form. Von oben betrachtet sieht es wie ein Wassertropfen oder eine Träne (engl. Teardrop-Crown) aus.

Der Kronenrand wird nach unten wie beim Ententeich, eingedrückt. Eine Vertiefung für den Kopf wird dabei nach außen gewölbt.

Wenn man nun den Hut umdreht erkennt man auf der Rückseite der Krone ein „C“. Wird häufig mit der Center-Dent-Crown verwechselt, deren Kronenrand aber nicht rundherum eingedrückt ist.

 

Hut-Anatomie C-Krone

Center-Dent-Crown

Gemeint ist damit, eine einzige Falte die mittig von vorne nach hinten verläuft wie z. B.  bei dem hier abgebildeten Cattleman oder u. a. auch beim Fedora. Wird gern als längliche Vertiefung, längliche Falte oder als Längseinschlag bezeichnet.

 

 

Diamant Krone

Diamant-Krone

Eine nicht sehr verbreitete Kronen-Art, dennoch möchten wir diese nicht unerwähnt lassen.

Die Krone wird am äußeren Rand rundherum eingedrückt und innen vom Hut wieder hoch gedrückt bis sie von oben gesehen wie ein Diamant aussieht. 

Die dadurch entstandene Vertiefung bietet dem Kopf mehr Platz.

 

 

Ententeich-Krone

Ententeich-Krone

Anhand des Fotos können sie vielleicht schon erahnen weshalb man auf diesen Namen gekommen ist. Die Form erinnert stark an einen Ententeich, wenn man die Wölbung als Enteninsel betrachtet.

Diese Variante findet man häufig bei flacheren Hüten. Durch die Vertiefung entsteht mehr Raum für den Kopf. Bei ovalen Hutformen wird diese Variante auch oft als „tropfenförmig“ beschrieben wie z. B. bei dem Trilby und bei den runden Hutformen als „Tellerbeule“ wie z. B. bei dem Pork Pie.

 

Flache Krone

Flache Krone (engl. Flat-Top)

Angeblich soll man daran einen edlen Hut erkennen. Wie z. B. beim Andalusier, Kreissäge oder wie hier in der Abbildung, den Zylinder. Wird manchmal auch als faltenfreie, oder gerade, ebene Krone bezeichnet.

 

Runde Krone

Runde Krone

Typische Form der Melone, im englischsprachigen Raum auch Bowler genannt. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bildquellen